Kontakte aufbauen

Von vielen Studenten, die ein Semester im Ausland verbracht haben, habe ich gehört, dass sie sich anfangs sehr einsam gefühlt haben. Heute möchte ich Euch deshalb mal ein paar Tipps mit auf dem Weg geben, die dies vermeiden können und dafür sorgen, dass man schnell und  unkompliziert Kontakte zu neuen Leuten schließt. Das erste und wichtigste ist dabei eine offene Grundhaltung und eine positive Einstellung. Nur wer sich selbst sympathisch und kontaktbereit präsentiert, wird neue Leute kennen lernen. Ich habe mich zum Beispiel schon bevor ich nach England gegangen bin darüber informiert, welche Angebote es in der Unistadt gibt, die meinen Hobbies entsprechen. So habe ich einen Sportverein gefunden, in dem ich Badminton spielen konnte und auch einen lokalen Fanclub der Fernsehserie Star Trek. Ich habe beide Stelle kontaktiert und wurde eingeladen mich bei ihnen vorzustellen, sobald ich in England ankommen würde. Der Badmintonverein hat mir gefallen und ich habe dort sehr viele neue und sehr nette Leute kennen gelernt. Im Star Trek Verein ist es dagegen bei nur einem Besuch geblieben.

 

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Ich kenne auch viele Studenten, die Dating Sites genutzt haben, um Leute kennen zu lernen. Da es auf den meisten Webseiten eh nur darum geht, neue Leute kennen zu lernen, und nicht gleich zu heiraten, sind sie ein einfache Mittel um ein paar Dates zu haben. Als Ausländer hat man stets einen Exotenbonus und viele Personen, die über das Internet Kontakte suchen sind ganz froh, wenn es nicht zu ernst zugeht. Ein weiterer Tipp ist, sich in das Nachtleben der Stadt zu stürzen. Ein paar Drinks helfen dabei, die Sprachbarriere zu verkleinern und gerade in Unistädten trifft man viele Leute unterwegs.


Sprachen lernen im Auslandsjahr

Einer der großen Vorteile von einem Auslandsstudium ist es, die Sprache des neuen Landes zu erlernen. Das findet natürlich automatisch in der Universität statt, aber ebenso im Umfeld. Leider habe ich oft gesehen, dass Austauschstudenten den großen Fehler begehen, sich ausschließlich mit Landsleuten zusammenzutun und dabei die Möglichkeit verstreichen lassen, Einheimische kennenzulernen und im alltäglichen Gespräch die Sprache zu lernen, die auf der Straße, und nicht in den Hörsälen, gesprochen wird. Ich habe mir bei meinem Aufenthalt in England das Zitat des berühmten Leonardo da Vinci zu Herzen genommen: „So wie das Essen ohne Lust der Gesundheit schädlich wird, so verdirbt das Lernen ohne Wissbegier das Gedächtnis und behält nichts von dem, was es auffängt.”

Meine Wissbegier Englisch zu lernen wurde deshalb in den Pubs der Stadt erfüllt und tatsächlich habe ich es in kurzer Zeit geschafft, mir einen englischen Freundeskreis aufzubauen mit dem einzig und ausschließlich auf Englisch gesprochen wurde. Und so habe ich auf ganz natürliche Weise gelernt, so zu reden wie sie es tun, und nicht, wie es in den Sprachlehrbüchern beschrieben wird. Insbesondere der englische Humor ist etwas, was man erleben und fühlen muss, um ihn zu verstehen. Und auch richtig fluchen will gelernt sein.

Um meine Straßenpraxis nicht zu verlernen schaue ich mir heutzutage, zurück in Deutschland, so oft wie möglich englische Spielfilme in der Originalversion an, um sprachlich aktuell zu bleiben. In den Filmen wird so gesprochen, wie auf der Straße, und wenn man die Filme versteht, und mit den verschiedenen Slangs klar kommt, kann man auch nach ein oder zwei Jahren noch mit seinem Englisch brillieren. Ebenso hilft es aktuelle englische Literatur zu lesen, also keine Klassiker, sondern das, was ein junger Engländer lesen würde. Musik ist ein weiteres gutes Medium um eine Sprache zu verfolgen.

Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich euch sagen, dass die Suche nach einem englischen Freundeskreis das Beste war, was meinem Englisch passieren konnte. Andere Studienkollegen, die wie ich ein Jahr in England verbracht haben, waren stets unter sich und haben zwar ihr Englisch deutlich verbessert, werden aber immer noch nach fünf Sekunden als Deutsche erkannt. Mir ist es gelungen meinen Wortschatz und meine Aussprache so anzupassen, dass zumindest gezweifelt wird, woher ich komme. Und das gefällt mir sehr.


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Studieren im Ausland

In den letzten zehn Jahren hat die Zahl der Studenten, die während ihrer Ausbildungszeit ein Auslandstudienjahr absolvieren, drastisch zugenommen. Immer mehr Studenten sehen diese Erfahrung als einen notwendigen Schritt in ihrem Lebenslauf und als eine perfekte Möglichkeit, die Welt kennenzulernen. Die beliebtesten Länder für ein Auslandsstudium sind derzeit

  • England
  • Spanien
  • Frankreich
  • USA
  • Italien

Sicher würden die USA noch höher liegen, wenn der Zugang zum Auslandsstudium dort nicht so kompliziert und teuer wäre. Außer den Lieblingsländern gibt es jedoch auch ganz viele andere Länder, in denen man als deutscher Student ein Auslandssemester absolvieren kann. Ein guter Freund von mir war zum Beispiel in Amsterdam und hat dort perfekt Holländisch gelernt. Ein anderer Bekannter war ein ganzes Jahr in Helsinki und hat im Rahmen seines Studiums auch ein Praktikum absolviert, bei dem er maßgeblich an der Gestaltung der Webseite Alennuskoodi für finnische Rabattcodes mitarbeiten konnte. Er sagt, dass ihm diese praktische Erfahrung sehr dabei geholfen hat, nach dem Studium einen guten Job zu finden.

 

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Immer mehr sind praktische Erfahrungen wichtiger als der tatsächliche Abschluss eines Studiums. Wie sagte schon der berühmte Theaterautor Moliere: „Wenn ich studiert hätte, würde ich an Dinge gedacht haben, auf die sonst niemand verfällt.” Denn nur wer studiert hat die Freiheit, seien Gedanken schweifen zu lassen und dabei auf Sachen zu kommen, die so bislang niemand formuliert hat. Es ist wesentlich schwieriger geniale Gedanken zu haben, wenn man acht bis zehn Stunden am Tag einer eintönigen Arbeit nachgeht. Wechselt man dagegen beim Studieren noch das Land bekommt man ganz neue Einflüsse und Anregungen und kann diese ebenfalls in neue Ideen einfließen lassen. Die Vorteile eines Auslandsstudiums sind nicht von der Hand zu weisen und die Statistiken zeigen, dass dies auch an den Unis bekannt ist. Da sich der europäische Markt immer mehr annähert wird auch das Beherrschen von Fremdsprachen immer wichtiger. Wer zum Beispiel Deutsch, Englisch und Spanisch spricht, öffnet sich einen unglaublichen breiten Raum für zukünftige Jobs. Wer dagegen nur einen normalen Studienabschluss vorweisen kann und keinerlei Sprachen spricht, begrenzt sich und seine Zukunft selbst.


Austauschprog

Um im späteren Berufsleben Erfolg zu haben reicht es nicht mehr aus, nur einfach sein Studium absolviert zu haben. Firmen suchen nach Kandidaten mit Erfahrung und Initiative, und Fremdsprachen werden ebenfalls immer wichtiger in einem Europa, das stärker und stärker zusammenwächst. Studienaustauschprogramme sind eine perfekte Möglichkeit, während des Studiums zu oft erschwinglichen Preisen andere Länder kennenzulernen und eine andere Sprache zu lernen. Mit Programmen wie Erasmus (siehe zum Beispiel hier) fördert die Europäische Union Austauschprogramme zwischen Universitäten, und ich kann nur jedem wärmstens empfehlen darüber nachzudenken und die Möglichkeit eines Auslandsjahres ins Auge zu fassen.

Die berühmte University of Cambridge

University of Cambridge

University of Cambridge

Ich selbst habe ein Jahr in England verbracht und dabei einen komplett anderen Lebensstil kennen gelernt, eine andere Art zu studieren und natürlich habe ich auch mein Englisch enorm verbessert. Bei meinem ersten Jobinterview wurde ich direkt auf das Austauschjahr angesprochen und dem Personalchef der Firma gefiel die Idee, dass ich mir das Auslandsjahr selbstständig organisiert habe. Ich bin mir sicher, dass ich den Job aufgrund meines Studienjahrs in England bekommen habe. Auf diesen Seiten werde ich regelmäßig Neuigkeiten über Studienaustausch veröffentlichen und auch, wenn immer möglich, Erfahrungsberichte einstreuen. Da ich nur ein Jahr in England verbracht habe wäre es natürlich toll, wenn ihr mir über Eure Erfahrungen in anderen Ländern schreibt. Ich weiß, dass viele in den USA studieren und ich würde mich sehr freuen, mehr darüber zu erfahren. Sicher ist es für viele eine Erfahrung gewesen, die sie nicht mehr missen möchten, und die auch persönlich neue Horizonte geöffnet hat.